A.J.Triskel

Geschichten aus der BDSM-Welt

Mein 2. E-Book


Es ist der erste Teil einer längeren Geschichte, inzwischen ist die 6. Episode veröffentlicht und die 7. in Arbeit

Umfang nach Episode 6 ca 66k Wörter

geplant sind 12-13 Teile.


Wie man an der Einleitung erkennen kann, wird hier das BDSM-Merkmal Einvernehmlichkeit nicht erfüllt.


Im 1. Teil wird die Handlung erklärt und die 4 Frauen vorgestellt


Entführt und Versklavt


Teil 1


Die Bestellung


Rudolf Markgraf


Sie kennen ja den Ablauf. Wenn Sie etwas zu trinken wünschen, drücken sie einfach den Knopf. Die Auktion beginnt in zwanzig Minuten.“

Ich habe schon an einer ihrer Auktionen teilgenommen. Sie haben heute wirklich interessante Objekte“, bekundet der letzte Gast, der es sich in seiner Loge bequem macht.

Rudolf empfiehlt sich, schließt die Tür und verlässt den Auktionstrakt. In diesem befinden sich drei Dutzend Logen, deren Front aus Einwegspiegeln besteht. Sie erlauben aus den Logen den Blick auf einen großen Raum mit einer Bühne, verwehren aber einen Blick in die Loge. Aufgrund der brisanten Verkaufsobjekte und der gesellschaftlichen Stellung der Bieter legen diese sehr viel Wert auf Diskretion. Er betritt eine Lounge und geht zur Bar.

Mutter. Alle Bieter sind auf ihren Plätzen.“

Gut mein Junge dann können wir die Ware jetzt in den Auktionsraum bringen lassen.“

Sie greift nach dem Haustelefon, drückt eine Taste und bellt ein paar Anweisungen in den Hörer. Ohne dem anderen Gesprächspartner eine Chance auf eine Antwort zu lassen, beendet sie das Gespräch.

Rudolf grinst. So war seine Mutter schon immer. Mit dieser eiskalten Autorität hat sie auch ihr Unternehmen aufgebaut. Als sein Vater erfuhr, was es mit dem Geschäft auf sich hat, hat er sie verlassen. Das war vor 14 Jahren. Rudolf war damals zwanzig und musste sich nicht mehr zwischen Vater und Mutter entscheiden. Obwohl er in das Geschäft seiner Mutter eingebunden ist und es später mal übernehmen soll, hat er ein gutes Verhältnis zu seinem Vater. Dieser macht Rudolf keine Vorwürfe, in Mutters Geschäft zu arbeiten, sondern gibt sich und seiner strengen Erziehung die Schuld, dass sein Sohn so geworden ist.

Rudolfs Mutter hat sich schnell an ihre sexuelle Unabhängigkeit gewöhnt. Inzwischen ist sie Mitte fünfzig, sieht aber immer noch heiß aus. Um sich privat zu vergnügen, hält sie sich junge Liebhaber – Sklaven wäre der passendere Begriff.

Ein Mann tritt an die Bar.

Madame Olga, die Objekte sind vorbereitet wir können in zehn Minuten anfangen.“

Sie nickt nur und der Mann entfernt sich wieder.

Zwei Minuten später erscheint der Mann wieder mit drei Leinen in der Hand. An den Leinen krabbeln drei nackte Mädchen hinter ihm her. Sie sind erst fünfzehn Jahre alt und ihr einziger Fehler war, in Ländern geboren worden zu sein, in denen der Wert einer Frau an der Höhe der elterlichen Mitgift bemessen wird - die aber nicht vorhanden war.

Deshalb haben ihre Eltern die Mädchen an Olga verkauft, die sie ausgebildet hat und jetzt »an den Mann« bringen wird.

Rudolf folgt den Mädchen und betrachtet den Angestellten dabei, wie er die Mädchen Opferziegen gleich auf der Bühne anpflockt.

Obwohl sie wissen, was mit ihnen geschehen wird, nehmen sie alles lethargisch hin. Nach zwei Jahren Ausbildung in der Sklavenschule seiner Mutter finden sich alle Mädchen und Frauen mit ihrem Schicksal ab.


Das erste Mädchen wird vom Pflock abgeleint und an den Einwegspiegeln vorbeigeführt. Vor jedem muss sie sich in Posen präsentieren, die selbst die intimsten Stellen nicht auslassen. Schließlich wird sie wieder auf die Bühne geführt und der Auktionator liest Herkunft, Alter, Gewicht und Körpermaße vor – obwohl die Bieter diese Details bereits aufgelistet in ihren Logen vorliegen haben. Dann nennt er den Startpreis und bittet um Gebote. Diese werden mittels einer Leuchte an den Logen angezeigt. Nachdem alle drei Mädchen versteigert wurden, werden die leer ausgegangenen Bieter einzeln hinausbegleitet. Währenddessen muss jedes Mädchen in eine Kiste – mit einer Gittertür – krabbeln, die gerade groß genug für sie ist. Darin werden sie auf die Schiffe der Käufer gebracht. Diese werden unterdessen in Büros gebeten, wo sie den Kaufpreis begleichen und dafür die Besitznachweise für die Mädchen bekommen. Etwas traurig sieht Rudolf den Mädchen nach, wie sie in ihren Kisten auf Paletten gehoben und weggefahren werden. Eines der Mädchen hatte es ihm angetan und er war lange versucht, sie selber zu kaufen, um ihr die zusätzliche Demütigung einer Versteigerung zu ersparen. Sex hatte er mit allen Dreien. Das gehört zu seinen Aufgaben, wenn er nicht im »Außendienst« ist.

Nachdem seine Mutter das Geschäftliche erledigt hat, geht er zu ihr ins Büro.

Er lächelt sie an:

Das lief ja hervorragend, so hohe Gebote haben wir nicht oft.“

Ja ich bin sehr zufrieden. Ich hätte eine Menge Geld verloren, wenn du die Kleine behalten hättest.“

Du wusstest davon?“

Eine Mutter weiß immer alles.“

Rudolf wird rot. Nur seine Mutter schaffte es, ihn so in Verlegenheit zu bringen.

Ich kann dich verstehen. Sie war sehr hübsch. Aber wenn ich mich zurückziehe und du der Inhaber wirst, gehören sie alle dir und du kannst entscheiden, ob du sie verkaufst oder behältst.“

Seine Mutter hatte recht. In fünf bis sechs Jahren würde er das Geschäft übernehmen und hätte die freie Auswahl – und die ist nicht klein.

Zurzeit befinden sich über 200 Frauen in der Schule. Die Hälfte davon sind Mädchen, die von ihren Eltern verkauft wurden. Die andere Hälfte der Frauen wurde »rekrutiert«. Prostituierte ihren Zuhältern abzukaufen, war noch die harmloseste Vorgehensweise. Diese Frauen fanden sich mit ihrem neuen Schicksal am schnellsten ab. Doch wenn die Häscher eine attraktive Frau fanden, die keiner vermissen würde, verschwand sie von der Straße und wachte in der Schule auf, wo man ihr mitteilte, dass sie nun eine Sklavin sei. Fast alle weigerten sich zu Anfang, änderten aber nach den ersten »Schulstunden« ihre Meinung.

Seine Mutter nimmt vier Akten aus ihrer Ablage und gibt sie Rudolf.

Wir haben neue Bestellungen. Ich möchte, dass du mit Grischa nach Europa fliegst und nach passenden Objekten Ausschau hältst.“

Dies war ein sehr spezieller Bereich des Unternehmens. Es gab sehr gute und zahlungskräftige Kunden, die Sklavinnen bestellten, die dann gesucht, rekrutiert und in der Schule ausgebildet wurden.

Rudolf schlägt die erste Akte auf und schaut auf das oberste Blatt. Hier stehen die für ihn relevanten Daten. Haarlänge und Figur lassen sich während der Ausbildung noch anpassen. Diese ist so anstrengend für die Frauen, dass eine Kleidergröße schnell abtrainiert ist.


Alter: 18

Haare: Braun

Augen: Braun

Brüste: C oder D

Größe: 165 bis 170

Gewicht: 65 bis 70 kg


Rudolf schlägt die Akte zu und öffnet die nächste.


Alter: 21 +

Haare: Blond

Augen: Blau

Brüste: D +

Größe: 170 bis 175

Gewicht: 60 bis 65 kg


Rudolf lächelt. Dass sie hübsch sind, setzen die Kunden immer voraus. Es gab aber noch nie Beschwerden an seiner Auswahl. Das »+« lässt ihm etwas Spielraum, was die Suche vereinfacht.

Er öffnet die dritte Akte.


Alter: 18 +

Haare: Schwarz

Augen: Grün oder Grau

Brüste: B-C

Größe: ~ 150

Figur: zierlich, kindliche Erscheinung

Anmerkung: kleine Füße 35 -


Er runzelt die Stirn. Da sucht jemand ein volljähriges Töchterchen. Er öffnet die letzte Akte.


Alter: 22 +

Haare: Rot

Augen: Grün oder Hellblau

Brüste: DD +

Größe: 160

Gewicht: um die 65 kg


Da mag aber einer »Holz vor der Hütte«. Eine bunte Mischung an Vorlieben.

Die weiteren Details aus den Akten wird er sich auf dem Flug anschauen. Dort steht meistens, was unerwünscht ist oder die Hautfarbe, ethnische Herkunft und manchmal sexuelle Vorlieben. Als ob die wichtig wären. Nach der Ausbildung ist jede sexuelle Handlung ihre Liebste.

Wird erledigt. Ich fliege morgen Mittag.“

Braver Sohn. Viel Erfolg.“

Sie macht einen Kussmund in seine Richtung und lächelt zum Abschied. Er ist wohl das einzige männliche Wesen, das sie halbwegs liebevoll behandelt. Gegen das, was sie teilweise mit ihren Lustsklaven macht, ist die Ausbildung in der Sklavenschule ein Zuckerschlecken. Einmal hat sie einen fast zu Tode gepeitscht, weil er ohne ihre Erlaubnis eine der Sklavinnen gefickt hat.


Am nächsten Tag geht er mit Grischa zum Flugplatz. Nach der Scheidung hatte seine Mutter fast die halbe Karibikinsel gekauft und dort neben einem Jachthafen, auch ein Flugfeld, bauen lassen. Das etwa 300 km² große Gelände ist mit einem vier Meter hohen Zaun umschlossen. Neben Ackerfeldern beinhaltet das Anwesen die Villa, ein Hotel, die Sklavenschule und den Vergnügungsbereich in dem die Sklavinnen nach ihrer Grundausbildung den Gästen zu Verfügung stehen müssen. Rudolf findet diese Idee seiner Mutter genial. Die Gäste zahlen gut für ihren Aufenthalt, um zu entspannen und dabei die Sklavinnen zu benutzen. Dabei sind sie unwissend Bestandteil der Ausbildung. Durch ihre häufige Benutzung sollen die Sklavinnen das Gefühl bekommen, begehrenswert zu sein. Doch das würde viel mehr Ausbilder benötigen und somit Kosten verursachen. So decken die Gäste alleine alle Kosten der Anlage ab und die Erlöse aus den Verkäufen landen komplett auf der Gewinnseite.

Rudolf arbeitet jetzt schon seit fünf Jahren mit dem 42-jährigen Grischa zusammen. Der ausgebildete Detektiv ist der perfekte Partner. Ist er doch mit seinen kurzen schwarzen Haaren und der sportlichen Figur optisch das komplette Gegenteil von Rudolf, mit seinen rotblonden Haaren, der schmalen Anzugfigur und dem Auftreten eines seriösen Geschäftsmanns. Auch ihre Talente ergänzen sich ausgezeichnet. Wenn Rudolf ein mögliches Zielobjekt entdeckt, versteckt Grischa einen Peilsender an diesem und besorgt anschließend alle nötigen Informationen. Sobald die Objekte ausgewählt sind, kümmert sich Rudolf um die Rekrutierung.


Nach einer Übernachtung im Hotel machen sie sich an die Arbeit. …